Record Store Day 2018: Alle Sonderveröffentlichungen

Record Store Day 2018 Plattenladen in Bremen

Am 21. April 2018 ist es wieder soweit: Geburtstag und Weihnachten fallen auf den selben Tag. Nein, aber für Vinyl-Freunde naht der Tag, an dem das Sparschwein dran glauben muss: der Record Store Day 2018! Neben eine Vielzahl spannender Veranstaltungen in zahlreichen Plattenläden stehen auch wieder Hunderte Sonderveröffentlichungen auf schwarzem und vor allem buntem Vinyl an.

Höhepunkte im Katalog gibt es viele: Es geht Abwärts mit dem Computerstaat und R&B-Legende James Brown spendiert „Gott sei Funk“ ein Reissue des legendären Atlanta-Konzerts „Live At Chastain Park 1985“. „Sonic Origami“, die 20igste Platte der alten Herren von Uriah Heep erschien ursprünglich nur als CD-Plastik und kommt nun in limitierter Auflage auf 400 Vinyl-Scheiben. Auf 3 Zoll tönt Buffalo Springfield „Live at Monterey 1967“. Aus dem gleichen Wahnsinnsjahr lässt Jeff Beck aus seinen „Radio Sessions 1967“ die Saiten schwirren. Eric Burdon verbringt mit den Tieren „Nights in San Francisco“. Jimmy Page‘ 2011er Album „Playin‚ Up a Storm“ erscheint auf orangem Vinyl.

Für die harten Jungs gibt’s die „Heroes“ von Motörhead und für die Schattenparker und Weichspüler irgendwas von Barclay James Harvest. Für die Freunde der gepflegten Volksmusik geht Johnny Cash nochmals ins Folsom Prison – dem „man in black“ haben sie glücklicherweise schwarzes Vinyl gegönnt – und Dylan’s „Masters of war“ kommt als kleiner Krieger auf sieben Zoll.

Auch für die Jazzer unter uns gibt es natürlich wieder Feines und Reines, so zum Beispiel Nina Simone „My Baby Just Cares For Me“ auf 180-Gramm in Scheiben und Miles Davis‘ „Rubberband“, Thelonious Monk mit dem berühmten „Nutty“ oder Ornette Coleman auf … Richtig! … farbigem Vinyl.  

 

 

Offenbar scheint der Siegeszug der Musik-Cassette eine ausgemachte Sache zu sein. Ausgerechnet zum Plattenladentag erscheint frischer Bandsalat in Originalaufmachung. Ich zitiere die RSD-Macher: „Als kleines Kassetten-Schmankerl präsentieren euch außerdem AC/CD ihr weltweit zweitmeist verkauftes Album „Back In Black“ als 1:1 Neuauflage der damaligen Kassette und auch Wu-Tang Clan bringen als RSD 2018 it-Piece ihr „Enter The Wu-Tang (36 Chambers)“ Album auf durchsichtiger MC raus.“

I do it my way on the Record Store Day 2018

Ich selbst werde mich wohl um das letzte Album von Popol Vuh bemühen: Messa di Orfeo erschien 1999 auf CD und zum Record Store Day 2018 erscheint die Scheibe erstmals auf Vinyl, auch auf Orangenhaut statt in klassischem Schwarz. Weltweit sind 1.000 Exemplare geplant. Mal sehen, ob ich mir da eine Scheibe abschneiden kann. Ähnlich spannend dürfte „Run To Vegas/Leviathan“ von Tangerin Dream sein. Die – schon wieder – bunte Platte entbirgt angeblich unveröffentlichten Edgar Fröse-Tracks aus seinen Archiven. Allein die wären einen Erwerb der Platte wert. Ihr kennt Fröse nicht? Er ist der Gründer von Tangerin Dream und hat es als deutscher E-Musik-Pionier immerhin zu einem eigenen Wiki-Eintrag gebracht. 

Und wer unter meinen Tipps noch immer nichts Spannendes gefunden hat, der kann sich ja mal selbst durch die lange Liste der Sonderveröffentlichungen zum Record Store Day 2018 kämpfen oder sich von U2 heimleuchten lassen. Deren „Lights of Home“ erscheint am 21. April als Picture Disc. Selber gucken macht schlau:

Free yourself to be yourself 
If only you could see yourself 
If only you could 
Free yourself to be yourself 
If only you could see yourself 
If only you could 
Free yourself to be yourself 
If only you could see yourself 
If only you could 
Free yourself to be yourself 
If only you could see yourself 
If only you could see

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